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Dritter Sieg in Folge

Erste Herren mit versöhnlichem Jahresabschluss.
SV Automation 61 Leipzig : ATSV Freiberg – 64:36

Nach einem verkorksten Saisonstart mit sechs Niederlagen aus den ersten sechs Spielen findet die Oberligamannschaft des SV Automation zuletzt langsam in die Spur zurück. Nachdem vor zwei Wochen gegen den SSV Chemnitz nach hartem Kampf endlich der Knoten geplatzt war (60:58) und die Auswärtsfernreise nach Zittau zum endgültigen Befreiungsschlag genutzt wurde (58:104), konnte das Team um Kapitän Richard Scholz mit einem sicheren 64:36 Erfolg gegen Freiberg den dritten Sieg in Folge einfahren. Damit verbringt man die Weihnachtspause auf dem 10. Tabellenplatz.

Vor den zahlreichen Zuschauenden, die sich von den Weihnachtsspecials des Event- und Spaßbeauftragten Timm Rössiger am vergangen Samstag in die Halle hatten locken lassen, begann Automation hoch konzentriert und zeigte von Beginn an, dass es für die Gäste aus Freiberg an diesem Tag in Leipzig nichts zu holen geben sollte. Auch wenn noch gelegentlich das Wurfglück fehlte, stand man in der Defensive sofort kompakt und erarbeitete sich offensiv durch gute Bewegung und überlegtes Mannschaftsspiel offene Abschlussmöglichkeiten (1. Viertel, 15:5). Die Freiberger erhielten zu keinem Zeitpunkt der ersten Halbzeit die Chance ins Spiel zu finden und so wuchs der Vorsprung stetig an (2. Viertel, 20:8). Das gab Trainer Jens Dietze nicht nur die Gelegenheit viel zu wechseln, sondern auch einige Dinge im Hinblick auf kommende Spiele auszuprobieren. Insbesondere konnte so an der zuletzt vernachlässigten Zonen-Defense gearbeitet werden.

Allerdings dürften ungewöhnliche Spielerkonstellationen und Spezialaufgaben keine Erklärung dafür sein, dass man im dritten Viertel (8:10) offensiv völlig den Faden verlor und, trotz starker Defense und zahlreichen Schnellangriffsmöglichkeiten, nur 8 Punkte erzielen konnte. Im dritten Viertel hat Automation nun schon in etlichen Begegnungen teils spielentscheidende Schwächephasen gezeigt. Gegen den schwachen Gegner aus Freiberg fiel das verlorene Viertel nicht ins Gewicht, aber dennoch sollte die Mannschaft dieses Problem so rasch wie möglich in den Griff bekommen.

Im vierten Viertel (21:13) zog Automation dann das Tempo noch einmal an und präsentierte doch noch ein paar gelungene Offensivaktionen. Hervorzuheben sind natürlich die beiden feinen Dunks von Center Martin Krüger, die für gute Stimmung in der Mannschaft und auf den Rängen sorgten. Überhaupt war es ein gutes Spiel für Krüger, der sich bislang eher als Defensivanker hervorgetan hatte. Er zeigte sich – von seinen Mitspielern das ein ums andere Mal schön in Szene gesetzt – stark im Abschluss und avancierte mit 16 Zählern zum Topscorer der Partie.

Im neuen Jahr gilt es nun für Automation an die verbesserten Leistungen der vergangenen Spiele anzuknüpfen. Das gilt insbesondere in der Defensive, wo sich das Team in der Regel vor niemandem in der Liga verstecken muss. In der Offensive bleibt hingegen noch viel Raum für Verbesserung. Auch gegen schwache Gegner ist man bisher noch viel zu anfällig für Fehlentscheidungen und Turnover. Gelingt es der Mannschaft sich hier zu verbessern, darf sie zuversichtlich auf die restliche Spielzeit blicken und kann 2016 noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Für Automation spielten: Asmacher 5 Punkte, Auschra 4, Detterer 4, Eismann 7, Hansen 3, Krüger 16, Lippmann 5, Patzer, Rössiger 2, Scholz, Stratenwerth 7, Wotzka 11.

MS

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